Die aktuelle Gaspreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, plant die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen im Rahmen eines zweistufigen Entlastungsverfahrens.

Stufe 1: Entlastung Dezember-Abschlag als einmalige Soforthilfe

Als staatliche Soforthilfe hat sich die Bundesregierung für eine finanzielle Entlastung für unsere Erdgas-Verbraucher und Wärme-Kunden entschieden. Bei Haushaltskunden und kleineren Gewerbekunden soll als Sofortmaßnahme im Dezember keine Abbuchung des Abschlages für das Medium Gas bzw. Wärme erfolgen. Der genaue Entlastungsbetrag, der durch staatliche Mittel übernommen wird, wird jedoch erst in der nächsten Jahresverbrauchs- und/oder Schlussrechnung ermittelt. Sobald der erforderliche rechtliche Rahmen feststeht, werden wir Ihnen ein Berechnungsbeispiel zur Verfügung stellen.

Als unsere Kundinnen und Kunden (mit Ausnahme der Industrie und größeren Gewerbekunden) profitieren Sie automatisch von der Soforthilfe. Wenn Sie einen Lastschrifteinzug vereinbart haben, wird der Dezemberabschlag nicht eingezogen. Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen, beispielsweise über einen Dauerauftrag oder Barzahlung, müssen Sie die Zahlungen für Dezember nicht leisten. In Ihrer Jahresabrechnung wird dann der Erstattungsbetrag mit der vorläufigen Entlastung verrechnet. Es geht Ihnen kein Geld verloren. Bei allen Kunden die monatlich abgerechnet werden und die keine Abschläge zahlen, erfolgt die Erstattung mit der nächsten Rechnung.

Stufe 2: Gas- und Wärmepreisbremse ab Frühjahr 2023 geplant

Ab voraussichtlich Anfang März 2023 bis mindestens Ende April 2024 soll dann als zweite Stufe die sogenannte Gas- und Wärmepreisbremse greifen. Die Preisbremsen sehen für eine Grundmenge an Gas (80 Prozent des Vorjahresverbrauchs) einen staatlich garantierten Bruttopreis von 12 Cent pro KWh für Haushaltskunden und kleinere Gewerbekunden vor (inklusive aller auch staatlich veranlassten Preisbestandteile). 
Für unsere Wärmekunden ist die geplante Wärmepreisbremse in Höhe von 9,5 Cent/kWh aktuell nicht relevant, da der derzeitige Arbeits- und Emmissionspreis der SWW unter dieser Preisgrenze liegt.

Eines ist aber klar: Ein hundertprozentiger Ausgleich der Belastungen wird angesichts der historischen Dimensionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energie-Kosten bewegen, leider nicht möglich sein. Allein die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Gas zahlen müssen, haben sich gegenüber Anfang 2021 verzwölffacht. Wir werden uns also daran gewöhnen müssen, dass Strom und Wärme in den kommenden Jahren teuer bleiben wird. Umso wichtiger ist es, sparsam mit Energie umzugehen. In fast jedem Haushalt gibt es noch Möglichkeiten, Energie einzusparen -> alle Infos dazu hier

Strompreisbremse

Derzeit wird an einem Gesetzesentwurf für die sogenannte Strompreisbremse gearbeitet. Die derzeitigen Informationen aus der Presse weisen auf einen möglichen Start ab dem 01.01.2023 hin und einem Preisdeckel in Höhe von 40 Cent/kWh brutto für Haushaltskunden und kleinere Gewerbekunden.

Sofern uns Konkretisierungen zu den Energie-Preisbremsen seitens der Bundesregierung vorliegen, werden wir Sie hier darüber informieren.

Bitte beachten Sie auch den FAQ des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz!

Weitere Informationen

  • MEHRWERTSTEUER-REDUZIERUNG für Erdgas und Wärme auf 7%

    Der Bundesrat hat dem von der Bundesregierung angekündigten Vorschlag zur Senkung der Mehrwertsteuer auf 7% für Gas und Wärme für den Zeitraum 01.10.2022 bis 31.03.2024 zugestimmt. Die Stadtwerke Weißwasser berücksichigen diese Senkung natürlich 1:1 bei den Kundenabrechnungen.