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15 Jahre Veolia in der Lausitz: Partnerschaft als Beitrag zum Erfolg

Nach 15 Jahren Engagement in der Lausitz zieht Veolia eine positive Bilanz: Die Stadtwerke Weißwasser und Görlitz haben schwierige Marktveränderungen vorbildlich gemeistert und sind für die Zukunft gut gewappnet.

Liberalisierung des Energiemarktes, Regulierung durch die Bundesnetzagentur, Energiewende, neue EU-Wasserrichtlinien - die Marktbedingungen in der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft ändern sich rasant und die Welt der Stadtwerke hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Viele regionale Versorger, darunter die Stadtwerke Wansleben und Völklingen, sind in diesem Wandel in Schieflage geraten. Kooperationen mit einem starken Partner sind in einem solchen Umfeld ein wichtiger strategischer Vorteil.

Der international tätige Umweltdienstleister Veolia pflegt Kooperationen mit Kommunen seit über 160 Jahren. Die Strategie der partnerschaftlichen Zusammenarbeit verfolgte die Veolia-Gruppe auch vor 15 Jahren mit der Beteiligung ihres Tochterunternehmens Veolia Environnement Lausitz GmbH an den bis dahin rein kommunalen Stadtwerken Görlitz (2001) und Weißwasser (2002). „In Weißwasser bewahrte der Einstieg von Veolia das Unternehmen vor der Insolvenz“, weiß Julien Mounier, Geschäftsführer und Direktor des Geschäftsbereichs Energie bei Veolia Deutschland. „Die erhofften Effekte der Partnerschaft waren Synergien, der Zugewinn von Know-how, eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit und die Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Diese Hoffnungen haben sich erfüllt. Mit einem dreistufigen Strategieplan sorgte und sorgt Veolia bei beiden Stadtwerken für eine stabile und erfolgreiche Zukunft.“

Umbau der Stadtwerke in drei Etappen

Oberste Priorität hatte für Veolia immer die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. In den Jahren vor der Kooperation wurden bei den Stadtwerken Weißwasser kaum Investitionen getätigt. Probleme in der Versorgung sowie häufige Störungen waren dadurch vorprogrammiert. Mit Veolia kamen auch die notwendigen Investitionen: Seit dem Einstieg investieren die Stadtwerke Weißwasser rund 3,2 Millionen Euro pro Jahr in Netze und Anlagen. In Görlitz nehmen die Stadtwerke allein für die Erneuerung der Netze und Anlagen im Trink- und Abwasserbereich in den kommenden drei Jahren bis 2018 stolze 16 Millionen Euro in die Hand.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen. Anders als andere große Unternehmen versteht Veolia unter Prozessoptimierung nicht Personalabbau: „Das Ziel von Veolia war, ist und wird immer sein, die Stadtwerke vor Ort zu stärken“, bekräftigt Julien Mounier. „Wir wissen, dass Veränderungen im ersten Schritt Ängste bei der Belegschaft hervorrufen. Damit diese erst gar nicht entstehen bietet Veolia daher bei größeren Veränderungen immer eine Arbeitsplatzgarantie an“ ergänzt der Geschäftsführer. Laufen die neuen Prozesse dann rund, so profitieren alle davon. Bei den Stadtwerken Weißwasser wurden dank neuer Geschäftsfelder in den letzten Jahren sogar 15 Arbeitsplätze geschaffen.

Dank dem Know-how der international tätigen Gruppe entsprechen die Prozesse heute international anerkannten Standards. So sind beide Stadtwerke seit mehreren Jahren nach den strengen ISO-Kriterien im Bereich Qualitäts- und Umweltmanagement, Arbeitssicherheit, Energiedatenmanagement geprüft und zertifiziert, die Stadtwerke Görlitz darüber hinaus auch im technischen Sicherheitsmanagement (TSM). Diese bescheinigte Qualität spiegelt sich in den Ergebnissen der Kundenzufriedenheitsanalyse von 2014 wider: über insgesamt 400 Privatkunden der beiden Stadtwerke haben ihren Stromversorger bewertet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. 84 Prozent zufriedene Kunden bei den Stadtwerken Görlitz – so eine Zahl können sich andere Versorgungsunternehmen nur wünschen. Die Stadtwerke Weißwasser liegen mit 78 Prozent knapp dahinter.

Dank der erfolgreichen Optimierung der Prozesse können beide Lausitzer Stadtwerke einen Großteil der Investitionen abfangen. In Görlitz garantieren die Stadtwerke stabile Wasserpreise bis mindestens Ende 2018 und das trotz umfangreich geplanter Investitionsmaßnahmen, sowohl im Trink- als auch im Abwasserbereich. „Dies muss uns auch in Weißwasser gelingen“, so Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Veolia Environnement Lausitz GmbH. „Unser Ziel ist es in Weißwasser und für den Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps trotz den bekannten Herausforderungen die Wasserpreise künftig stabil zu halten“ ergänzt die Geschäftsführerin. Hierfür will Veolia nicht nur gewohnte Arbeitsweisen sondern auch bestehende Verträge auf den Prüfstand stellen. „Dazu gehören auch unsere aktuellen Betriebsführungsverträge im Wasserbereich mit der Stadt Weißwasser und dem Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps. Diese Verträge sind über zehn Jahre alt, vielleicht kann man auch hier einiges zum Gunsten des Verbrauchers optimieren“, so Julien Mounier.

Ein weiterer positiver Effekt der guten betriebswirtschaftlichen Führung: Es stehen Ressourcen zur Verfügung, um neue Dienstleistungsbereiche erfolgreich zu entwickeln. Keine Selbstverständlichkeit, so Julien Mounier: „Die Kunst ist es, auch in einer Region mit demografischem Rückgang zu wachsen. Dass dies mit Veolia möglich ist, haben wir in Deutschland mehrfach bewiesen.“

Die Überschrift dieser Strategie lautet: „Vom Versorger zum Dienstleister“. Beide Stadtwerke beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema und können konkrete Projekterfolge vorweisen. Beispiele sind die Übernahme der Betriebsführung des Zweckverbandes Abwasser Rothenburg/O.L. (2006), der Görlitzer Straßenbeleuchtung (2010) oder des Blockheizkraftwerkes im Erlebnisbad Krauschwitz (2011). Weiterhin ist die Veolia Environnement Lausitz GmbH mit ihren Stadtwerken als Betriebsführer der Energie- und Wasseranlagen der Technischen Werke und der VEGO Ver- und Entsorgungs GmbH in Ostritz aktiv (2011). Mit der Errichtung von Energie-Effizienz-Quartieren (EEQ) setzt das Unternehmen zudem Maßstäbe für die Zukunft. Mit dem EEQ3-Ind ist man nun sogar als Partner der Industrie tätig. Diese hochinnovative Erzeugungsanlage versorgt seit 2015 das Bombardier-Werk in Görlitz mit der notwendigen Wärmemenge in Form von Dampf und Strom.

Starke Stadtwerke nützen Allen

Dass die Stadtwerke Görlitz und Weißwasser seit Jahren erfolgreich und wirtschaftlich agieren, hat weitere Vorteile: So sind beide Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber in der Lausitz und unterstützen und verbessern die Standortbedingungen regionaler Firmen. Zudem profitieren die ansässigen Vereine und Partner vom Engagement durch Sponsoring, wie zum Beispiel bei den Lausitzer Füchsen in der Eissport-Stadt Weißwasser, bei denen Veolia sein jährliches Engagement verstärkt. Oder auch in Görlitz, wo Veolia mit der Gründung einer Stiftung zur Wiederbelebung der beliebten Stadthalle beiträgt.

Betrachtet man die Zukunft, stehen neue Herausforderungen bevor: Themen wie die Energiewende, der Umbau des Energiesystems sowie die Transformation durch die Digitalisierung treiben die Stadtwerke. Doch mit Veolia arbeitet man schon heute für morgen. Durch die umfassenden Kompetenzen der Gruppe, darunter das Netzwerk mit inzwischen acht Stadtwerken in Deutschland, steht eine hervorragende Expertise zur Verfügung, von der die einzelnen Standorte profitieren und die ihnen dabei hilft, diese Herausforderungen aktiv und erfolgreich zu bewältigen.

Veolia ist der weltweite Maßstab für optimiertes Ressourcenmanagement. Mit über 187.000 Beschäftigten* auf allen fünf Kontinenten plant und implementiert die Veolia-Gruppe Lösungen für die Bereiche Wasser-, Abfall- und Energiemanagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kommunen und der Wirtschaft. Mit ihren drei sich ergänzenden Tätigkeitsfeldern sorgt sie für einen verbesserten Zugang zu Ressourcen, ihren Schutz und ihre Erneuerung.

2013 stellte die Veolia-Gruppe weltweit die Trinkwasserversorgung von 94 Millionen Menschen und die Abwasserentsorgung für 62 Millionen Menschen sicher, erzeugte 54 Millionen MWh Energie und verwertete 38 Millionen Tonnen Abfälle. Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE) betrug 2013 23,4 Milliarden Euro*.

In Deutschland arbeiten in den Geschäftsbereichen Wasser, Entsorgung und Energie mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den über 200 Standorten von Veolia und seinen Beteiligungsgesellschaften. In Partnerschaften mit Kommunen sind sie für mehr als 13 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen maßgeschneiderte Dienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden, Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2013 einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Euro.

(*) Ungeprüfte Pro-forma-Zahlen 2013, einschließlich Dalkia International (100%) und ohne Dalkia Frankreich. Ohne Aktivitäten und Umsatz der zum Verkauf stehenden Verkehrssparte Transdev.
www.veolia.de