Der Wasserzweckverband „Mittlere Neiße – Schöps“ in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Weißwasser GmbH

Der 1993 gegründete Wasserzweckverband „Mittlere Neiße – Schöps“ hat die Aufgabe, die Trinkwasserversorgung sowie die Schmutzwasserentsorgung in den Gemeinden der Verbandsmitglieder durchzuführen.
Zur Zeit haben sich im Verband 10 Gemeinden zur Trinkwasserversorgung und 8 Gemeinden zur Schmutzwasserentsorgung zusammengeschlossen.
Seit dem 01.01.1995 hat die Stadtwerke Weißwasser GmbH sämtliche Anlagen des Zweckverbandes gepachtet und die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung übernommen. Dabei wurde das Anlagevermögen dem Betreiber zur Verfügung gestellt, wobei das Eigentum an den Anlagen und Netzen beim Zweckverband verblieb.

Der Zweckverband hat die Rahmenbedingungen in der Trinkwasserversorgungssatzung festgelegt und ist somit Träger der hoheitlichen Aufgabe.
Insgesamt werden im Versorgungsgebiet des Zweckverbandes rd. 18.600 Einwohner und die Gewerbe- und Industriebetriebe mit Trinkwasser versorgt, was einer Trinkwassermenge von ca. 900.000 m³ pro Jahr entspricht.
Die Betriebsführung der Anlagen umfasst das Trinkwassernetz mit einer Gesamtlänge von ca. 283 km, die Wasserwerke Boxberg und Pechern sowie fünf Druckerhöhungsstationen.

Die Schmutzwasserentsorgung im Verbandsgebiet wird entsprechend den beschlossenen Satzungen durchgeführt. Hierbei handelt es sich einerseits um die mobile Entsorgung von Kleinkläranlagen und abflusslosen Sammelgruben sowie die zentrale Schmutzwasserbeseitigung. Die Entsorgung von Regenwasser liegt nicht im Aufgabenbereich des Verbandes.
Im Laufe eines Jahres werden so rd. 13.000 m³ mobil mittels Saugfahrzeugen entsorgt und rd. 175.000 m³ zentral über Kanalisationen den Kläranlagen zugeführt und dort gereinigt. Insgesamt werden im Verband zwei Kläranlagen und zehn Pumpwerke betrieben.

Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit als auch zur Qualitätssicherung werden die erforderlichen Reparatur- und Wartungsarbeiten und die planmäßig vorgesehenen Investitionen gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik realisiert. Eingetretene Störungen in den Ver- und Entsorgungssystemen werden kurzfristig und mit hohem Niveau beseitigt, um nennenswerte Ver- und Entsorgungsausfälle zu vermeiden.

Der Zweckverband beschließt für jedes Geschäftsjahr einen Investitionsplan für die Erneuerung und Erweiterung der Netze und Anlagen. So sind 2007 Investitionen in Höhe von 830.000 € für die Trinkwasserversorgung realisiert worden. Schwerpunkte hierbei waren die Erneuerung der Trinkwasser-Zuführungsleitungen für Skerbersdorf und Neustadt sowie die Auswechslung von Asbestzement-Leitungen (AZ-Leitungen) in Krauschwitz.

Abwasserseitig liegt das Investitionsvolumen planmäßig bei rd. 1.000.000 €. Es erfolgt der weitere Ausbau der Schmutzwasserkanalisation in Krauschwitz, wobei hier rd. 60 % vom Freistaat Sachsen gefördert werden sollen.
Der Aufbau der zentralen Schmutzwasseranlage in Bärwalde wird abgeschlossen. Da hier leider keine Förderung erfolgte, unterstützt die Gemeinde die Maßnahme aus ihren Haushaltsmitteln.

Die Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Weißwasser GmbH, welche neben der technischen auch die kaufmännische Betriebsführung übernommen hat, gestaltet sich sehr konstruktiv. Die in den Verbandsversammlungen getroffenen Entscheidungen werden durch die Stadtwerke Weißwasser realisiert.